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Mo, 17. August 2026 | 18.00 Uhr
Alas-Quartett (Zürich)
PreisträgerInnen! Klangströme von Wien nach Sevilla

 

Line-up
Marlies Schmid – Violine
Mattea Anderes – Violine
Carolin Eychmüller – Viola
Ariel Lima – Klavier

 

PROGRAMM
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Klavierquartett Nr. 1

Joaquín Turina (1882–1949)
Klavierquartett a-Moll op. 67

Mel Bonis (1858–1937)
Klavierquartett Nr. 1 B-Dur

 

PRESSETEXT
Im Zeichen der Waage versteht sich Waaghaus wagt – Festival der Künste als Raum der Ausgewogenheit: ein Ort, an dem unterschiedliche ästhetische Perspektiven nebeneinander bestehen und im Dialog neue Resonanzräume entstehen.

 

Der Eröffnungsabend entfaltet sich als bewusst gesetzter Dialog zweier musikalischer Welten. Zwei Konzerte – zwei Ensembles, Klassik und Jazz, Zürich und Berlin – treten in einen gemeinsamen Resonanzraum und spiegeln das zentrale Festivalthema Panta Rhei – alles fliesst.

 

Um 18.00 Uhr eröffnet das Zürcher ALAS-QUARTETT den Abend: vier junge MusikerInnen und PreisträgerInnen des Juon-Wettbewerbs, die sich mit grosser Neugier dem Klavierquartett-Repertoire widmen. Die drei Streicherinnen bilden seit einiger Zeit das feste Streichtrio Calla und erweitern dieses nun gemeinsam mit dem Pianisten zu einem eigenständigen Quartettklang.

 

Das Programm «Klangströme – von Wien nach Sevilla» spannt einen musikalischen Bogen zwischen Wien, Sevilla und Paris und öffnet unterschiedliche kulturelle Klangräume Europas.

 

Mozart steht für klassische Klarheit und kammermusikalische Transparenz, Turina für rhythmische Energie und spanische Farbigkeit. Die französische Komponistin Mel Bonis (1858–1937) ist bis heute nur wenig bekannt und selten im Konzertleben vertreten – ihr Klavierquartett eröffnet eine überraschend feinsinnige, impressionistisch geprägte Klangwelt zwischen den musikalischen Traditionen.

 

So entsteht ein Eröffnungsabend im Sinne von Waaghaus wagt: im Fluss der Zeiten, Stile und Perspektiven – bei gleichzeitiger innerer Balance.

Mo, 17. August 2026 | 20.00 Uhr
DIE ZUSAMMENKUNFT (Berlin)

 

Line-up
Gabriel Rosenbach – Trompete
Peter-Philipp Böhm – Klavier
Per Moritz Buschmann – Bass
Jonas Friese – Schlagzeug

 

Programm
Blau sehen Kompositionen der Bandmitglieder und aktuelle Werke aus dem Repertoire von Die Zusammenkunft.

 

Pressetext
Als zweiter Teil des Eröffnungsabends von Waaghaus wagt 2026 öffnet sich um 20.00 Uhr ein neues Klangfeld: eine junge, internationale und energiegeladene Band aus Berlin übernimmt die Bühne und führt das Publikum in eine andere musikalische Welt. Nach dem Konzert des Zürcher ALAS-Quartetts um 18.00 Uhr, das mit seinen vier jungen MusikerInnen in die Klanglandschaften von Wien bis Sevilla geführt hat, setzt Die Zusammenkunft (Berlin) den Abend fort – mit Groove, Intensität und einer unmittelbar körperlich erfahrbaren musikalischen Sprache.

 

Die Zusammenkunft vereint vier junge, zugleich bereits äusserst erfahrene Musiker der Berliner Jazzszene. Am 3. August 2025 waren Peter-Philipp Böhm, Per Moritz Buschmann und Jonas Friese bereits als Trio Lucid Fluid im Waaghaus zu erleben. Mit dem herausragenden Trompeter Gabriel Rosenbach erweitert sich diese Formation nun zum Quartett Die Zusammenkunft.

 

Ihre Musik verbindet komplexe rhythmische Strukturen mit prägnanten melodischen Linien, treibenden Grooves und grosser improvisatorischer Freiheit. Zwischen Komposition und Moment entsteht ein Klang, der sich stetig bewegt, verändert und aus der unmittelbaren Interaktion der vier Musiker seine Spannung bezieht – ganz im Sinne von Panta Rhei.

 

Mit Die Zusammenkunft haben sich die vier Musiker einen festen Platz in der deutschen Jazzszene erspielt. Regelmässig sind sie auf den Bühnen renommierter Clubs wie dem A-Trane, dem Zig Zag, dem Donau115 oder dem B-flat in Berlin zu erleben. Im Waaghaus präsentieren sie ihr aktuelles Programm «Blau sehen» und laden das Publikum ein, in ihren musikalischen Kosmos einzutauchen – voller Energie, Spielfreude und unerwarteter Wendungen im Moment des Entstehens.

DIENSTAG, 18. AUGUST 2026 | 18.00 UHR
CINEMA – FROM BOND TO THE BEATLES
Sinfonietta Sankt Gallen – Film, Pop & Soundtracks in Concert

 

SINFONIETTA SANKT GALLEN

 

LINE-UP
Elena Neff Zhunke – Violine
Gwendoline Rouiller – Violine
Ricardo Gaspar – Viola
Fernando Gomes – Violoncello

 

PRESSETEXT
Kino beginnt nicht im Bild – sondern im Klang. Mit Cinema – From Bond to the Beatles entfaltet die Sinfonietta Sankt Gallen ein weitgespanntes musikalisches Universum zwischen Film, Pop und ikonischen Soundtracks.

 

Von der eleganten Welt des James Bond bis zu den zeitlosen Songs der Beatles, von der melancholischen Poesie aus Amélie bis zu den epischen Klanglandschaften von Pirates of the Caribbean, von der Fantasy-Welt von Game of Thrones bis zur sinnlichen Serie Bridgerton entsteht ein Panorama aus Erinnerungen, Bildern und Emotionen.

 

Die Musik grosser Filmkomponisten bildet das Zentrum dieses Abends: Ennio Morricone, Nino Rota, Henry Mancini, Hans Zimmer, Myroslav Skoryk und Astor Piazzolla stehen für Klangwelten, die Kino unvergesslich gemacht haben – zwischen Melancholie, Spannung, Tanz und grosser Geste.

 

Ergänzt wird dieses Universum durch ikonische Pop- und Rocktitel von Adele, Coldplay, Sting und Phil Collins – Musik, die selbst längst filmisch geworden ist und kollektive Erinnerungen prägt.

 

In eigens für Streichquartett arrangierten Fassungen werden diese Werke neu hörbar: reduziert, verdichtet und unmittelbar. Was im Original orchestral oder elektronisch gedacht ist, erscheint hier in kammermusikalischer Nähe – als würde der Klang direkt im Raum entstehen.

 

Die Sinfonietta Sankt Gallen präsentiert dieses Erfolgsformat bereits zum zweiten Mal – nach einer restlos ausverkauften Premiere im Open Art Museum zur Weihnachtszeit. Das Echo des Publikums zeigte eindrücklich, wie stark diese Verbindung aus Klassik, Filmkultur und Popästhetik wirkt.

 

Mit Elena Neff Zhunke, Gwendoline Rouiller, Ricardo Gaspar und Fernando Gomes steht ein Ensemble auf der Bühne, das für höchste Virtuosität, klangliche Präzision und stilistische Offenheit steht. Die Musiker:innen sind international tätig und prägen auch die spartenübergreifenden Festivalprojekte der Sinfonietta entscheidend mit.

 

Cinema – From Bond to the Beatles ist ein Konzert wie ein Film ohne Leinwand – voller Klangbilder, Erinnerungen und Emotionen zwischen Licht, Schatten, Rhythmus und Zeit.

DIENSTAG, 18. AUGUST 2026 | 20.00 UHR
SOOTHIN’
Nolan Quinn Quartet

 

LINE-UP
Nolan Quinn – Trompete, Komposition
Gregor Ftičar – Piano
Simon Quinn – Kontrabass
Brian Quinn – Schlagzeug

 

PROGRAMM
Eigenkompositionen und moderne Jazzformen im Geist von Soothin’

 

PRESS TEXT
Am Vorabend stand mit «Die Zusammenkunft» (Berlin) ein Quartett in exakt derselben Besetzung auf der Bühne – vier Musiker, vier Instrumente, dieselbe Grundformation – und doch eine völlig andere musikalische Sprache.

 

Waaghaus wagt 2026 macht genau diesen Kontrast hör- und erlebbar: Diversität im Gleichen. Das Publikum ist eingeladen zu entdecken, wie unterschiedlich scheinbar identische Formationen klingen können.

 

In diesem Spannungsfeld steht nun Soothin’ des Nolan Quinn Quartet.

 

Im heraklitischen Gedanken von «Panta Rhei – Alles fliesst» zeigt sich, dass alles Fliessende einen ordnenden Rahmen braucht, um überhaupt erkennbar und beständig zu sein.

 

Genau darin entfaltet sich die Musik von Soothin’: in einer präzisen, klar gezeichneten Ästhetik, die auf der traditionellen Formenlehre des Jazz aufbaut – wie ein Flussbett, das dem Wasser Richtung, Geschwindigkeit und Kontur gibt.

 

Ganz im Sinne von «man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen» entwickeln sich die Kompositionen von Nolan Quinn im nuancenreichen Zusammenspiel von Form und Freiheit stets neu. Struktur und Improvisation greifen ineinander, Stabilität und Bewegung stehen in einem lebendigen Gleichgewicht.

 

Das Nolan Quinn Quartet verbindet klare kompositorische Architektur mit der Offenheit des Moments. Jeder Auftritt wird so zu einer neuen Lesart desselben Flusses – konzentriert, fliessend und von stiller Intensität getragen.

 

MITTWOCH, 19. AUGUST 2026 | 18.00 UHR
TANGO, SPAIN AND FIRE
Zum 150. Geburtstag von Manuel de Falla

 

LINE-UP
Duo Sōra
Pauline Chenais – Klavier
Marc Girard Garcia – Violoncello

 

PROGRAMM
Alberto Ginastera (1916–1983)
Pampeana Nr. 2 für Violoncello und Klavier, op. 21

Enrique Granados (1867–1916)
Danza Española Nr. 5 „Andaluza“

Manuel de Falla (1876–1946)
Siete Canciones Populares Españolas

Enrique Granados (1867–1916)
Intermezzo aus Goyescas

Gaspar Cassadó (1897–1966)
Requiebros

José Elizondo (*1972)
Danzas Latinoamericanas

Astor Piazzolla (1921–1992)
Le Grand Tango

 

PRESSETEXT
Spanien, Tango, Feuer und Leidenschaft: Mit Tango, Spain and Fire präsentieren die französische Pianistin Pauline Chenais und der Cellist Marc Girard Garcia ein Programm voller Farbenreichtum, Virtuosität und rhythmischer Energie.

 

Im Rahmen des 150. Geburtstags von Manuel de Falla führt das Duo durch die faszinierenden Klangwelten Spaniens und Lateinamerikas. Von den poetischen Tänzen Enrique Granados’ über die virtuosen spanischen Miniaturen Gaspar Cassadós bis zu den expressiven Werken Alberto Ginasteras, José Elizondos und Astor Piazzollas entfaltet sich eine musikalische Reise zwischen Tradition und Moderne.

 

Im Zentrum stehen de Fallas Siete Canciones Populares Españolas, eines der bedeutendsten Werke der spanischen Musik des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von diesen kunstvoll bearbeiteten Volksliedern werden die engen kulturellen Verbindungen zwischen Spanien und Lateinamerika hörbar. Andalusische Melancholie, folkloristische Rhythmen und die leidenschaftliche Ausdruckskraft des Tangos verschmelzen zu einem mitreissenden Konzerterlebnis.

 

Pauline Chenais, ausgebildet am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris und am Mozarteum Salzburg, gehört zu den profiliertesten Pianistinnen ihrer Generation. Als Mitbegründerin des international gefeierten Trio Sōra konzertiert sie regelmässig in den bedeutendsten Sälen Europas, darunter die Wigmore Hall London, die Philharmonie de Paris, das Beethoven-Haus Bonn und das BOZAR Brüssel. Ihr Spiel verbindet klangliche Raffinesse mit grosser Ausdruckskraft und poetischer Tiefe.

 

An ihrer Seite steht Marc Girard Garcia, Mitbegründer des mehrfach preisgekrönten Trio Zadig, das bereits beim Festival Waaghaus wagt 2025 das Publikum begeisterte. Als Solist und Kammermusiker gastiert er regelmässig in den renommiertesten Konzertsälen Europas und Asiens. Sein Spiel zeichnet sich durch Wärme, Intensität und erzählerische Kraft aus. Er spielt ein historisches Violoncello von Andrea Guarneri aus dem Jahr 1675.

 

Den Höhepunkt des Abends bildet Astor Piazzollas legendäres Le Grand Tango. Hier bündeln sich nochmals alle Elemente des Programms: spanische Wurzeln, lateinamerikanische Leidenschaft, virtuose Brillanz und die unwiderstehliche Kraft des Tanzes.

 

Tango, Spain and Fire ist eine Hommage an die glühende musikalische Seele Spaniens und Lateinamerikas – und an Manuel de Falla, dessen Musik bis heute Künstler:innen auf der ganzen Welt inspiriert.

 

Biografien
Pauline Chenais Ausgebildet am CNSM de Paris sowie am Mozarteum Salzburg gründete Pauline Chenais 2015 das Trio Sōra, mit dem sie sich rasch international etablierte. Stets auf der Suche nach klanglicher Schönheit und getragen von einer leidenschaftlichen Energie prägt ihre musikalische Persönlichkeit maßgeblich die Interpretationen des Ensembles. Das erste, Beethoven gewidmete Dreifachalbum des Trios wurde unter anderem mit dem CHOC de l’année von Classica, Top Mezzo sowie dem Titel Recording of the Year der Times ausgezeichnet. Das Trio gastiert regelmäßig in Sälen wie der Wigmore Hall London, der Philharmonie de Paris, dem Beethoven-Haus Bonn und dem BOZAR Brüssel. Mit ihrem 2025 erschienenen Solo-Debüt Motherhood schlägt sie zudem einen sehr persönlichen künstlerischen Weg ein.

 

Marc Girard Garcia Marc Girard Garcia überzeugt durch ein Spiel von großer Präsenz, das Wärme, Intensität und erzählerische Tiefe vereint. Als Mitbegründer des Trio Zadig prägt er den charakteristischen Klang eines Ensembles, das mit elf internationalen Preisen ausgezeichnet wurde und weltweit konzertiert. Engagements führten ihn unter anderem ins Concertgebouw Amsterdam, die Philharmonie de Paris, die Bridgewater Hall Manchester sowie nach Shanghai und Taipeh. Als Solist debütierte er in der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles sowie mit dem Brussels Philharmonic. Er spielt ein Violoncello von Andrea Guarneri aus dem Jahr 1675 und einen Bogen von Victor Fétique, die ihm von der Boubo-Music Foundation zur Verfügung gestellt werden.

MITTWOCH, 19. AUGUST 2026 | 20.00 UHR
BERG
SCHIMMER

 

LINE-UP
Corin Curschellas – Stimme
Fabian M. Mueller – Klavier, Synthesizer
Kaspar von Grünigen – Kontrabass
Emanuel Künzi – Schlagzeug

 

PROGRAMM
Werke aus dem aktuellen Album SCHIMMER sowie weitere Kompositionen von Fabian M. Mueller.

 

PRESSETEXT
Nach den feurigen spanischen Klangwelten von Tango, Spain and Fire öffnet sich am Abend ein völlig anderer musikalischer Horizont. Mit BERG wird das Festivalthema Panta Rhei – Alles fliesst aus einer alpinen Perspektive beleuchtet: Wasser als Quelle, Nebel, Wolke, Bach, Strom und ständige Bewegung der Natur.

 

Am Ursprung von BERG standen traditionelle Musik, die Faszination für alpine Landschaften und drei Jazzmusiker mit Bergherkunft und Lust am Experiment. Aus diesen Wurzeln entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein eigenständiger Klangkosmos, der atmosphärische Weite, improvisatorische Freiheit und starke rhythmische Kraft miteinander verbindet.

 

Das Repertoire wurde dabei so vielfältig und imaginär wie ein Bergpanorama selbst. Im Zentrum stehen die Kompositionen von Fabian M. Mueller, die zwischen Jazz, Ambient, Folklore und moderner Klangkunst neue Räume öffnen. Sphärische Klangflächen treffen auf groovende Rhythmen, lyrische Melodien auf überraschende Wendungen. Musik entsteht wie eine Landschaft: ständig in Bewegung, ständig im Wandel.

 

Für das Album SCHIMMER arbeitete BERG mit der renommierten Sängerin Corin Curschellas zusammen. Die weitgereiste Bündner Künstlerin gehört zu den prägenden Stimmen der Schweizer Musikszene. Sie hat den rätoromanischen Song wie kaum eine andere Musikerin erneuert, mit internationalen Ensembles gearbeitet und unter anderem mit dem Vienna Art Orchestra konzertiert. Ihre Stimme verleiht der Musik von BERG eine poetische Tiefe und eine besondere erzählerische Kraft.

 

Die Verbindung erwies sich als aussergewöhnlich fruchtbar. Gemeinsam entstand ein Klangbild voller Farben, Stimmungen und überraschender Perspektiven – mal zart und schwebend wie ein Windhauch über einem Bergsee, mal kraftvoll und treibend wie ein aufziehendes Gewitter.

 

So wird BERG zu einer musikalischen Landschaft, die perfekt zum Festivalmotto passt: ein Konzert über Bewegung, Veränderung und das ständige Fliessen der Dinge. Musik zum Eintauchen, Lauschen und Entdecken – zwischen Himmel und Erde, Gipfel und Tal, Stille und Groove.

 

«Im Gestern alpiner Folklore geerdet, atmosphärisch dicht ins Jetzt hineingewebt und bis zum Himmel des Morgens ausgreifend. Ein aussergewöhnlich stimmiges und ästhetisches Album!»
— Jazzthetik

 

«Schimmer klingt mal mystisch verspielt, nach einem zarten Windhauch, einem Segantini-blauen Himmel, dann auch mal treibend, ein nahes Gewitter ankündigend. Das Album verspricht ein Nachhausekommen in eine vertraute und doch rätselhafte Welt.»
— Anzeiger

 

«Die Verbindung aus ambientalen Klängen mit rumpelnden Rhythmen und verwehten Jazzharmonien erinnert an alpine Wanderungen. Am schönsten ist es, lauschend mit geschlossenen Augen Bilder im Kopf entstehen zu lassen.»
— Kulturtipp

 

HÖRPROBEN

  • Album SCHIMMER, Bandcamp – BERG: SCHIMMER
  • Live-Video, YouTube – BERG: SCHIMMER
  • SRF2 Interview ab 10:53‘
  • www.srf.ch

DONNERSTAG, 20. AUGUST 2026 | 18.00 UHR
FROM GRANADA WITH LOVE

 

LINE-UP
DUO ZHUNKE – Violine & Klavier
Elena Zhunke – Violine
Raissa Zhunke – Klavier

 

PROGRAMM
Francisco Tárrega (1852–1909)
Recuerdos de la Alhambra

Claude Debussy (1862–1918)
La fille aux cheveux de lin
La soirée dans Grenade
Golliwogg’s Cake-Walk

Manuel de Falla (1876–1946)
Nana
Polo
Danza Española aus La vida breve

Myroslav Skoryk (1938–2020)
Spanish Dance aus The Stone Guest

Isaac Albéniz (1860–1909)
Tango

Rodion Schtschedrin (1932–2025)
A la Albéniz

Joaquín Turina (1882–1949)
Farruca
Saeta

Enrique Granados (1867–1916)
Andaluza aus Danzas Españolas

Pablo de Sarasate (1844–1908)
Romanza Andaluza
Malagueña
Zapateado
Carmen-Fantasie

Gaspar Cassadó (1897–1966)
Dance of the Green Devil (Danza del Diablo Verde)

Maurice Ravel (1875–1937)
Pièce pour violon et piano
Habanera
Pièce en forme de Habanera
Tzigane

Astor Piazzolla (1921–1992)
Milonga del Ángel
Adiós Nonino

 

PRESSETEXT
Sehnsucht, Kastagnetten, Habaneras, Malagueñas, Zapateados – kaum eine Region Europas hat die musikalische Fantasie so nachhaltig beflügelt wie Andalusien. Im Zentrum steht Granada: ein Ort zwischen Orient und Okzident, zwischen maurischem Erbe, Flamenco-Tradition und europäischer Kunstmusik.

 

Mit From Granada with Love entfaltet das Duo Zhunke eine weite musikalische Reise durch Spanien und seine künstlerischen Spiegelungen in Frankreich, Osteuropa und Südamerika.

 

Im Zentrum steht dabei nicht nur geografische Bewegung, sondern ein historischer Moment: Paris um 1900 – ein kultureller Schmelzpunkt, in dem Spanien zur Projektionsfläche europäischer Moderne wurde. Komponisten wie Debussy und Ravel begegneten dem Spanischen nicht nur als exotischem Klangideal, sondern als Inspirationsquelle für eine neue, farblich differenzierte Musiksprache.

 

Claude Debussy lässt in Werken wie La soirée dans Grenade ein imaginäres Spanien entstehen – kein folkloristisches Zitat, sondern eine poetische Projektion von Licht, Raum und Atmosphäre. Maurice Ravel, der in engem künstlerischem Austausch mit Manuel de Falla stand, entwickelte daraus eine hochartifizielle und zugleich sinnliche Klangsprache. De Falla wiederum brachte die authentischen Traditionen Spaniens in diesen Pariser Diskurs ein.

 

So entsteht um 1900 ein einzigartiges Spannungsfeld zwischen Volksmusik, Tanz, Erinnerung und moderner Komposition. Ausgehend von Tárregas Recuerdos de la Alhambra entfaltet sich diese Bewegung weiter: von Debussys und Ravels Klangpoesie über Falla, Albéniz, Granados und Turina bis hin zu einer vielschichtigen spanischen Moderne.

 

Virtuose Werke von Sarasate zeigen die brillante Salontradition Spaniens, während Schtschedrin und Skoryk den Blick nach Osteuropa öffnen. Cassadó bringt rhythmische Urkraft und tänzerische Energie in den Abend.

 

Den weiten Bogen nach Südamerika schlagen Astor Piazzollas Tangos – dort, wo sich die spanische Klangwelt in neuer Form fortsetzt und verwandelt.

 

Das Duo Zhunke besteht aus den Schwestern Elena Zhunke und Raissa Zhunke. Die beiden aus der Ukraine stammenden Musikerinnen wurden in Lublin, Lübeck, Zürich und Basel ausgebildet und konzertieren heute international in Europa, Südamerika und Japan.

 

Mit technischer Virtuosität, klanglicher Raffinesse und grossem erzählerischem Gespür entwickeln sie eine gemeinsame musikalische Sprache, die sich zwischen Kammermusik, Virtuosität und Klangdramaturgie bewegt. Ihr Zusammenspiel ist geprägt von Präzision, Intensität und einer aussergewöhnlichen musikalischen Vertrautheit.

 

From Granada with Love ist eine musikalische Reise durch Erinnerung, Mythos und Klang – und eine Hommage an die verbindende Kraft der Musik.

 

Biografien
ELENA NEFF ZHUNKE Die aus der Ukraine stammende Geigerin mit moldawischen Wurzeln Elena Neff Zhunke erhielt ihre Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste. Als Solistin und Kammermusikerin konzertiert sie regelmässig in der Schweiz und im Ausland, unter anderem mit dem Duo Zhunke, dem Quartett Gioconda sowie verschiedenen Projekten der Sinfonietta Sankt Gallen. Seit 2019 ist sie stellvertretende Solo-Zweite-Geigerin im Sinfonieorchester St. Gallen.

 

Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und wurde unter anderem vom Migros-Kulturprozent sowie von der Duttweiler-, Hug-, Landolt-, Elsy-Meyer-, Marguerite-Meister- und Bruno-Schuler-Stiftung gefördert. Weitere Auszeichnungen erhielt sie vom Rotary Club Lübeck sowie von den Kiwanis Clubs Zürich-Herrliberg und St. Gallen. Konzertauftritte führten sie zu internationalen Festivals; zudem entstanden Radioaufnahmen für SRF 2 Kultur.

 

Ein besonderes Anliegen ist ihr die Förderung ukrainischer Musik sowie die Unterstützung professioneller Musiker:innen, die seit 2022 aus der Ukraine flüchten mussten. Auf ihre Initiative entstand der Kammermusikverein Sinfonietta Sankt Gallen, der Konzerte organisiert, musikalische Perspektiven schafft und die Integration geflüchteter Künstler:innen unterstützt.

 

Für ihr Engagement im Bereich der Neuen Musik wurde Elena Neff Zhunke 2019 für den Kulturförderpreis der Internationalen Bodensee-Konferenz nominiert. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Trompeter Michael Neff, realisierte sie zudem die vielbeachtete Produktion Ballads & More – Live in der Tonhalle, eine Zusammenarbeit zwischen Theater St. Gallen und SRF 2 Kultur, die Jazz und Klassik miteinander verbindet.

 

Im Sommer 2024 interpretierte sie als Solistin Frank Martins Polyptyque – Six Images de la Passion du Christ in Zürich, Basel, Bern und Genf mit dem SoUkraine Orchestra, einem Ensemble mit zahlreichen ukrainischen Musiker:innen. Die Konzertaufnahme ist über die Kanäle der Sinfonietta Sankt Gallen zugänglich.

 

Mit der Sinfonietta Sankt Gallen ist Elena Neff Zhunke zudem Initiatorin und künstlerische Triebkraft des Festivals Waaghaus wagt – Festival der Künste. Das interdisziplinäre Festival verbindet Musik, Theater, Tanz, Videokunst, Installationen und Familienformate und belebt das historische Waaghaus als offenen Ort der Begegnung und kulturellen Vielfalt.

 

Mehr Informationen:

  • Instagram & Facebook: @sinfoniettasg
  • waaghaus-wagt.ch

 

RAISSA ZHUNKE Die ukrainisch-schweizerische Pianistin Raissa Zhunke ist eine vielseitige Musikerin und engagierte Pädagogin. Ihre musikalische Laufbahn begann in ihrer Heimatstadt Kovel in der Ukraine. Bereits im Alter von neun Jahren debütierte sie als Solistin mit Orchester, gewann mehrere nationale Wettbewerbe und konzertierte in verschiedenen Städten der Ukraine und Polens.

 

Ein Stipendium führte sie an das K. Lipiński Musikgymnasium in Polen. Anschliessend studierte sie an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Jacques Ammon sowie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Homero Francesch und Eckart Heiligers, wo sie ihre Masterabschlüsse in Performance und Musikpädagogik mit Auszeichnung erwarb. Ergänzend studierte sie Jazzgesang und freie Improvisation an der Musikakademie Basel.

 

Als Solistin und Kammermusikerin wurde Raissa Zhunke mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter der Landolt-Preis, der Duttweiler-Hug-Musikpreis sowie Wettbewerbserfolge in Polen und Deutschland. Sie wurde unter anderem von der Margarete-Meister-Stiftung, der Oscar-und-Vera-Ritter-Stiftung sowie von Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert.

 

Konzertengagements führten sie zu Festivals und Konzertreihen in Europa, Japan und Südamerika. Dabei arbeitete sie mit renommierten Musiker:innen zusammen und besuchte Meisterkurse bei bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Lazar Berman, Dina Joffe, Anatol Ugorski und Vladimir Krainev.

 

Neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet Raissa Zhunke mit grosser Leidenschaft am Musikschule Konservatorium Zürich. Ihr Spiel zeichnet sich durch klangliche Tiefe, stilistische Vielseitigkeit und eine besondere Sensibilität für musikalische Erzählungen aus. Im Zusammenspiel mit ihrer Schwester Elena Zhunke bildet sie seit vielen Jahren ein eingespieltes Duo, das durch Präzision, Ausdruckskraft und musikalische Neugier überzeugt.

DONNERSTAG, 20. AUGUST 2026 | 20.00 UHR
MICHAEL NEFF · JOSQUIN ROSSET – RIVER OF DREAMS
jazz · standards & improvisationen

 

LINE-UP
Michael Neff – Trompete, Flügelhorn
Josquin Rosset – Piano

 

PROGRAMM
River of Dreams. Jazz-Standards, Eigenkompositionen und freie Improvisationen

 

PRESSETEXT
Was passiert, wenn man sich nicht zu Proben verabredet, sondern sich lediglich die Lieblingsstücke per E-Mail zuschickt? Wenn zwei Musiker auf ihre Erfahrung, ihr Gehör, ihre Intuition und ihre gemeinsame musikalische Sprache vertrauen?

 

Dieser Abend ist ein Experiment – und zugleich die wohl unmittelbarste Form musikalischer Begegnung.

 

Zwei herausragende Persönlichkeiten der St. Galler Jazzszene begegnen sich an diesem Abend als Duo: Michael Neff und Josquin Rosset. Seit vielen Jahren kreuzen sich ihre musikalischen Wege immer wieder. Gemeinsam standen sie bereits auf den Bühnen des legendären Jazzclubs Gambrinus oder bei genreübergreifenden Projekten im Kultbau St. Gallen.

 

Beiden gemeinsam sind die Meisterschaft auf ihrem Instrument, eine aussergewöhnliche Sensibilität für Klang und die Fähigkeit, die freie Sprache des Jazz im Moment neu entstehen zu lassen. Ohne festgelegte Arrangements, ohne Sicherheitsnetz und mit grossem gegenseitigem Vertrauen entsteht Musik, die vom Zuhören, Reagieren und Weiterdenken lebt.

 

Josquin Rosset erhielt kürzlich vom Kanton St. Gallen ein Stipendium für einen mehrmonatigen Studienaufenthalt in Rom. Dort arbeitete er mit Musiker:innen der italienischen Jazzszene zusammen und brachte zahlreiche neue musikalische Impulse mit zurück in die Ostschweiz.

 

Über Michael Neff schrieb der deutsche Jazzkritiker Franz X. A. Zipperer: «Michael Neff setzt mit seiner Gruppe auf entspannte und entspannende Töne. Das hält er auch durch, wenn es mal ein wenig lauter wird. Seine Trompete und sein Flügelhorn klingen dabei so schön, lyrisch und leicht, dass sich die Frage aufdrängt: Darf Jazz schön klingen? Er darf.»

 

Für Waaghaus wagt 2026 wagen die beiden Musiker bewusst das Offene und Unvorhersehbare. Zwischen Jazzstandards, eigenen Kompositionen und freier Improvisation entsteht ein Konzert voller Nähe, Vertrauen und spontaner Kreativität.

 

Denn manchmal passiert etwas Grossartiges, wenn man sich einfach begegnet.

 

BIOGRAFIE
MICHAEL NEFF – TROMPETER, KOMPONIST Michael Neff (*1975) wuchs in Bühler AR auf und entdeckte nach ersten Erfahrungen in Brassband und Funkmusik früh seine Leidenschaft für den Jazz. Nach der Jazzschule St. Gallen führte ihn sein Weg 2000 nach New York, wo er sich bei Cecil Bridgewater und Eddie Henderson weiterbildete. Später absolvierte er ein Kompositionssemester bei Andy Middleton am Konservatorium Wien.

 

Als Trompeter, Flügelhornist und Komponist bewegt sich Neff zwischen Jazz, klassischer Musik und Appenzeller Volksmusik. Seit über zwanzig Jahren prägt er mit der Michael Neff Group, dem Bodan Art Orchestra, der Appenzeller Jazzkapelle sowie dem Projekt Ballads & More die Ostschweizer Musikszene.

 

Für sein kompositorisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2022 mit dem Werkbeitrag für Musik der Stadt St. Gallen. Über zwanzig seiner Kompositionen und Aufnahmen werden regelmässig von Radio Swiss Jazz ausgestrahlt.

 

Michael Neff lebt mit seiner Familie in St. Gallen und gehört zu den prägenden Stimmen des zeitgenössischen Jazz in der Ostschweiz

 

JOSQUIN ROSSET – PIANO Josquin Rosset stammt einer Musikerfamilie. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung auf dem Cembalo bei Marie-Louise Dähler und später am Klavier an der Jugendmusikschule St. Gallen. Früh entdeckte er seine Leidenschaft für den Jazz und studierte nach dem Vorkurs an der Jazzschule Zürich von 2003 bis 2008 Jazzpiano an der Hochschule Luzern bei Chris Wiesendanger, Jean-Paul Brodbeck, Hans Feigenwinter und Christoph Baumann.

 

Bereits 2003 gewann er den ersten Preis des Kompositionswettbewerbs Gambrinus St. Gallen und gründete wenig später sein eigenes «jos-quintett». 2008 schloss er sein Studium mit Bestnote ab und erhielt den Anerkennungspreis der Ida-und-Albert-Flersheim-Stiftung.

 

Heute zählt Josquin Rosset zu den vielseitigsten Pianisten der Ostschweizer Jazzszene. Sein Spiel verbindet kompositorische Tiefe, stilistische Offenheit und improvisatorische Freiheit.

Freitag, 21. August 2026 | 18:00 Uhr
RAMUZ – STURZ IN DIE SONNE

 

LINE-UP
Mathias Peter – Schauspiel
Ralph Hufenus – Kontrabass

 

PRESSETEXT
Eine potenzielle Krise – Ignoranz – Krise wird zur fatalen Katastrophe – letzte Appelle an die Vernunft scheitern – die Apokalypse ist unumgänglich. Ein rattenschwanzartiges Muster, in dem man lieber mal nichts tut, bis es dann aber schon zu spät ist. Diese passive Wegschau-Strategie wurde uns schon des Öfteren eklatant vor Augen geführt: 1958 beispielsweise in der Parabel von Biedermann aus Max Frischs Bühnendrama Biedermann und die Brandstifter, die für die unheilvolle Fähigkeit des Menschen steht, eine erkennbar drohende Gefahr auszublenden. Dergleichen 2021 in der US-amerikanischen schwarzen Komödie Don’t Look Up, in der selbst banalste Kommunikation am menschlichen Berg der Ignoranz zerschellt, während ein rasender Asteroid die Erde zu zerstören droht.

 

Das Festival steht unter dem Motto Spanien und Panta Rhei: alles fliesst, alles verändert sich, nur wir wollen es nicht wahrhaben. Aktuell stehen wir vor einer der grössten Krisen der Menschheitsgeschichte – der globalen Erderwärmung. In diesem Kontext wirkt C.F. Ramuz’ Klimaroman Sturz in die Sonne aktueller denn je, ein visionärer Weckruf vor über 100 Jahren.

 

Kellerbühne zu Gast: der scheidende Direktor der St. Galler Kellerbühne Mathias Peter trifft auf den Kontrabassisten Ralph Hufenus, der am letzten Festivalabend im Jazz-Quartett im Rahmen von Ballads & More erneut zu erleben sein wird. Gemeinsam bringen sie Ramuz’ literarische Klimafiktion als intensives Zusammenspiel von Wort und Klang auf die Bühne.

 

Szenario wie aus dem Bilderbuch: Ramuz’ Roman liest sich heute wie ein Spiegel im Zeitraffer – schmelzende Gletscher, globale Waldbrände, extreme Hitzewellen. Doch die Menschen am Ufer des Genfersees geniessen ihr Leben, als gäbe es wortwörtlich kein Morgen. Vor dem feuerroten Vorhang entfaltet sich das Endspiel: Die Welt geht durch eine verderbliche Hitzewelle, die soziale Ordnung gerät aus den Fugen. Einer für alle und alle für einen? In der Hitze des Gefechts scheint selbst dieses Muster zu schmelzen.

 

Die Bildwelt des Romans – brennende Landschaften, schmelzende Gletscher, eine Gesellschaft im Stillstand – entfaltet sich als akustisch-szenische Versuchsanordnung. Der Kontrabass reagiert dabei unmittelbar auf den Text: mal als glühender, perkussiver Körper, mal als atmender Resonanzraum der Hitze. In künstlerischen Pausen wechseln sich Wort und Musik ab, teils verschmelzen sie, teils versuchen sie sich gegenseitig den Raum zu nehmen.

 

Der Funken ist gesprungen: Matthias Peter zieht dafür alle Register. Wie ein Prophet steht er in weiss gekleidet mit starker Präsenz auf der Bühne, verliert nicht eine Sekunde den Spannungsbogen. Mit simplen, aber wirkungsvollen Gesten lässt er Figuren entstehen, lässt Seiten fallen wie Flugblätter, lässt Sprache zur Handlung werden. Ralph Hufenus antwortet mit Klangbildern – zupfend wie glühendes Eisen, atmend wie flirrende Hitze, eruptiv und zerbrechlich zugleich.

 

So entsteht ein performatives Hörspiel über eine Welt im Ausnahmezustand – und über die Frage, warum wir so oft wissen, aber nicht handeln. Am Ende bleibt die Frage offen: Wo bleibt der Fortschritt in der Klimakrise, wenn es längst zu heiss ist, um noch innezuhalten?

FREITAG, 21. AUGUST 2026 | 21:00 UHR
SINFONIETTA GOES CANDLELIGHT
RITUAL DEL FUEGO – CLASSIC MEETS FLAMENCO

 

LINE-UP
Elena Neff Zhunke – Violine
Gwendoline Rouiller – Violine
Ricardo Gaspar – Viola
Fernando Gomes – Violoncello
Nevena Rouben – Mezzosopran
Mauricio Díaz Álvarez – Gitarre
Bettina Castaño – Flamenco, Kastagnetten

 

PROGRAMM
Luigi Boccherini (1743–1805)
La Musica notturna delle strade de Madrid
Quintettino VI, Op. 30 Nr. 6, G. 324

Joaquín Rodrigo (1901–1999)
Concierto de Aranjuez – Adagio (2. Satz)
Arrangement: Stéphane Fromageot

Manuel de Falla (1876–1946)
Danza Ritual del Fuego aus El amor brujo
Arrangement: Stéphane Fromageot

Gaspar Cassadó (1897–1966)
Suite für Violoncello solo d-Moll – III. Intermezzo e Finale

Isaac Albéniz (1860–1909)
Asturias (Leyenda) – für Gitarre solo

Eduardo Angulo (1952)
Die Vögel, op. 21 – für Gitarre und Streichquartett
I. Der Flirt der Pelikane
II. Sie warten – die Geier
III. Eine kleine Tagmusik

Manuel de Falla (1876–1946)
Siete Canciones Populares Españolas

Joaquín Turina (1882–1949)
La oración del torero, op. 34

 

PRESSETEXT
Kerzenschein, spanische Nächte, Flamenco-Rhythmen und die Magie der klassischen Musik: Mit Ritual del Fuego – Classic meets Flamenco verwandelt die Sinfonietta Sankt Gallen den Waaghaussaal in eine klangvolle Welt zwischen Konzertsaal und Tablao.

 

Im Zentrum des Abends steht die Musik Spaniens – voller Sehnsucht, Rhythmus und Feuer. Von Boccherinis berühmter Musica notturna delle strade de Madrid, die das nächtliche Leben der spanischen Hauptstadt lebendig werden lässt, über das weltberühmte Adagio aus Rodrigos Concierto de Aranjuez bis zu Manuel de Fallas legendärem Danza Ritual del Fuego spannt sich ein Bogen durch mehr als zwei Jahrhunderte spanischer Klangkultur.

 

Besondere Intensität erhält das Programm durch die Begegnung verschiedener musikalischer Welten. Die bulgarische Mezzosopranistin Nevena Ruben interpretiert de Fallas Siete Canciones Populares Españolas mit Ausdruckskraft und Leidenschaft. Die international gefeierte Flamenco-Tänzerin Bettina Castaño verleiht dem Abend mit Tanz und Kastagnetten eine unmittelbare körperliche Dimension und macht die Energie der spanischen Musik sichtbar.

 

Die Gitarre – als ikonisches spanisches Instrument – prägt die Klangwelt von Manuel de Falla, dessen Musik bis heute eng mit der Gitarrentradition Spaniens verbunden ist. Auch wenn Manuel de Falla nur wenige Werke direkt für Gitarre schrieb, ist ihr Klang doch tief in seiner musikalischen Vorstellung Spaniens verankert – als Symbol, Farbe und rhythmischer Ursprung.

 

Ein besonderer Gast ist der spanische Gitarrist Mauricio Díaz Álvarez der mit Elena Neff Zhunke bereits 2006 beim Festival de Guitare de Paris im legendären Salle Cortot musizierte. Aus dieser langjährigen künstlerischen Freundschaft entstand die Idee, erneut gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Umso mehr freut sich die Sinfonietta Sankt Gallen, ihn für dieses Projekt nach St. Gallen einladen zu können.

 

Die Sinfonietta Sankt Gallen ist das Ensemble der Geigerin und Festivalinitiatorin Elena Neff Zhunke. Der Trägerverein des Festivals besteht seit 2022 und hat sich mit kreativen Konzertformaten einen Namen gemacht. Mit Reihen wie Klangbogen und Nacht.Musik realisiert die Sinfonietta jährlich rund dreissig Konzerte in der ganzen Schweiz und verbindet Klassik mit Jazz, Filmmusik, Pop und zeitgenössischer Musik.

 

Für dieses Projekt treffen herausragende Musikerpersönlichkeiten aufeinander: Neben Elena Neff Zhunke wirken die Zürcher Geigerin Gwendoline Rouiller, der portugiesische Bratschist Ricardo Gaspar sowie der portugiesische Cellist Fernando Gomes mit, die als Kammermusiker und Solisten international tätig sind. Gemeinsam schaffen sie einen Klangkörper, der die Farben Spaniens mit kammermusikalischer Präzision und leidenschaftlicher Spielfreude zum Leuchten bringt.

 

Ritual del Fuego ist mehr als ein Konzert. Es ist eine Reise durch nächtliche Gassen Madrids, durch die Gärten von Aranjuez, durch Flamenco, Folklore und klassische Meisterwerke. Ein Abend voller Feuer, Poesie und spanischer Leidenschaft – im Schein von hundert Kerzen.

SAMSTAG, 22. AUGUST | 14:00 – 16:00 UHR
EINSTIMMEN – (EIN)KLANG

 

WORKSHOP FÜR ERWACHSENE
mit Agnieszka Gorgon

 

Ein Raum öffnet sich. Zwischen Atem und Stille, zwischen Körper und Klang. Ein Moment, in dem nichts geleistet werden muss – sondern alles gehört werden darf.

 

EinStimmen – (Ein)Klang ist eine Reise zurück in den eigenen Klangkörper. Über den Atem, über sanfte Vibrationen, über das Spüren von Resonanz im Inneren entsteht ein Feld, in dem Stimme nicht «gemacht», sondern gefunden wird.

 

Der Körper wird zum Instrument.
Der Atem zur Bewegung.
Die Stimme zur Brücke zwischen innen und aussen.

 

In achtsamen, einfachen Übungen öffnet sich ein Raum von Ruhe, Geborgenheit und feiner Wachheit. Der Klang beginnt zu kreisen – im Körper, im Raum, zwischen den Menschen.

 

Impulse aus Körperarbeit, Stimme und Meditation führen in einen Zustand von Präsenz, in dem sich etwas ordnet, ohne dass es gesteuert werden muss. Ein leises Erinnern an etwas Ursprüngliches.

 

Vielleicht ist es ein Schwingen zwischen Himmel und Erde.
Vielleicht ein Schweben auf einer unsichtbaren Klangwolke.
Vielleicht einfach: im Einklang sein.

 

INHALTE DES WORKSHOPS

  • sanfte Körper- und Atemarbeit
  • das Spüren von Vibrationen im eigenen Körper
  • Stimulation des Vagusnervs für Regulation und Ruhe
  • geführte Stimm- und Klangimprovisationen
  • gemeinsames Singen einfacher Lieder
  • Momente der Meditation und Stille

 

MITBRINGEN
Bequeme Kleidung
Yogamatte oder Tuch
(optional: Meditationskissen)

 

LEITUNG
Agnieszka Gorgon – Sängerin, Musikerin, Primarlehrerin
www.agnieszkagorgon.com
KOSTEN: 35.-

 

ANMELDUNG
hi@waaghaus-wagt.ch

SAMSTAG, 22. AUGUST 2026 | 17:00 UHR
CANTO Y GUITARRAS – VON DOWLAND BIS DE FALLA

 

LINE-UP
Caecilia van de Laak – Sopran
Ruth Zimmer – Mezzosopran, Gitarre
Richard Kronig – Gitarre

 

PROGRAMM
John Dowland (1563–1626)
Flow my Tears
The Earl of Essex Galliard

Georg Friedrich Händel (1685–1759)
Lascia ch’io pianga

Alessandro Scarlatti (1660–1725)
Se Florindo è fedele

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Ich wollt’, meine Lieb ergösse sich

Johann Strauss II (1825–1899)
Frühlingsstimmen-Walzer

Georges Bizet (1838–1875)
Habanera aus Carmen

Manuel de Falla (1876–1946)
Nana
Seguidilla murciana

 

PRESSETEXT
Im Rahmen der Reihe Into the Classic beim Festival der Künste laden drei erfahrene Musikerpersönlichkeiten zu einer musikalischen Reise durch mehr als vier Jahrhunderte europäischer Musikgeschichte ein.

 

Unter dem Titel «Canto y guitarras» – von Dowland bis De Falla begegnen sich englische Renaissance-Lieder, barocke Arien, romantische Liedkunst, Opernklassiker und spanische Volksliedbearbeitungen. Von der melancholischen Klangwelt John Dowlands über die Eleganz Händels und Mendelssohns bis zu den leidenschaftlichen Klängen Bizets und Manuel de Fallas spannt das Programm einen weiten Bogen voller Poesie, Sehnsucht und Temperament.

 

Die besondere Besetzung mit zwei Sängerinnen und Gitarre eröffnet dabei intime Klangräume und überraschende Perspektiven auf bekannte Meisterwerke. Mal verschmelzen die Stimmen zu innigen Duetten, mal treten sie solistisch hervor, getragen von der warmen, farbenreichen Klangwelt der Gitarre.

 

Im Zentrum steht die Kunst des Erzählens: Liebe, Verlust, Hoffnung und Lebensfreude spiegeln sich in Liedern, Opernarien und Volksliedbearbeitungen wider. Die Gitarre verbindet die verschiedenen Epochen auf natürliche Weise und verleiht dem Konzert eine warme, kammermusikalische Atmosphäre.

 

Von zarter Intimität bis zu virtuoser Brillanz entsteht so ein abwechslungsreicher Abend voller musikalischer Farben, Geschichten und klanglicher Begegnungen – ein Konzert zum Zuhören, Entdecken und Geniessen.

 

BIOGRAFIEN
RUTH ZIMMER Ruth Zimmer studierte klassische Gitarre an der Hochschule des Saarlandes sowie Konzertgesang am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz. Es folgten Engagements als Sängerin an der Deutschen Oper am Rhein sowie zahlreiche Konzertauftritte im deutschsprachigen Raum.

 

Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin und Gitarristin widmet sie sich mit besonderer Leidenschaft dem deutschen Kunstlied, französischem Impressionismus sowie spanischer und lateinamerikanischer Musik. Als Musikpädagogin verbindet sie fundierte Ausbildung mit grosser Begeisterung für die Vermittlung musikalischer Ausdruckskraft.

 

CAECILIA VAN DE LAAK Caecilia van de Laak studierte Sologesang in den Niederlanden und den USA. Als Solistin war sie an den Opernhäusern Trier und St. Gallen engagiert und konzertierte mit zahlreichen Orchestern und Ensembles.

 

Ihr Repertoire reicht von Bach, Brahms und Mahler bis Verdi und umfasst daneben auch Volkslieder und Crossover-Projekte. Nach ihrer langjährigen Unterrichtstätigkeit an der Kantonsschule St. Gallen gründete sie das Sing-Café «Wort und Klang» in St. Fiden und initiierte die beliebten «Singenbergkonzerte». Seit vielen Jahren leitet sie zudem die traditionsreichen Stadthauskonzerte St. Gallen.

 

RICHARD KRONIG Richard Kronig studierte Gitarre in Winterthur und an der Folkwang-Hochschule Essen, Schulmusik in Luzern sowie Musikwissenschaft an der Universität Dortmund. Viele Jahre war er in der Ausbildung von Musikpädagog:innen tätig und realisierte zahlreiche Projekte mit Musiker:innen unterschiedlicher kultureller Herkunft.

 

Gemeinsam mit Guido Huber widmet er sich seit Jahrzehnten dem Gitarrenbau. Die von ihnen entwickelten Instrumente (KlangBau) werden heute auf renommierten internationalen Gitarrenfestivals präsentiert. Als Gitarrist konzertiert Richard Kronig sowohl im klassischen Bereich als auch mit brasilianischer Musik von Choro bis Bossa Nova und verbindet dabei musikalische Tiefe mit grosser stilistischer Offenheit.

Sa, 22. August 2026 | 19.00 Uhr
PURE

 

Line-up
Gabriela Krapf – Stimme, Wurlitzer
Marc Jenny – Kontrabass

 

Programm
Stimme und Kontrabass, Melodie und Grundton, Himmel und Erde – das Feld könnte kaum weiter gespannt sein. Die Sängerin Gabriela Krapf und der Kontrabassist Marc Jenny bewegen sich jedoch mit grosser Lust genau in diesen Zwischenräumen. Mit Charme, Offenheit und Fantasie erkunden sie ein genreübergreifendes Repertoire – simply pure. Im reduzierten Setting entsteht eine Musik der Extreme: die Suche nach der Maximalvariante im Minimalen, nach Spannung im Stillen, nach Ruhe zwischen den Polen. Die Jazzsängerin Gabriela Krapf überrascht dabei mit stilistischer Offenheit und erweitert ihr Klangspektrum am Wurlitzer. Kontrabassist Marc Jenny erforscht sein Instrument in all seinen Klangfacetten und bewegt sich souverän zwischen den Stilwelten. Gemeinsam entsteht ein konzentrierter, offener Klangraum – unaufgeregt, klar und faszinierend. PURE fliesst wie Wasser. Alles in Bewegung, alles im Übergang – Panta Rhei.

22. August 2026, 21:00 Uhr
Neff‘s Hard Bop – Sextett
KISS OF LIFE – CD- Taufe

 

Line-up
Michael Neff – Trompete
Reto Suhner – Saxofon
Andreas Tschopp – Posaune
Yves Theiler – Piano
Luca Sisera – Bass
Elmar Frey – Schlagzeug

 

Programm
PANTA RHEI – KISS OF LIFE
Kiss of Life erscheint als Momentaufnahme im stetigen Fluss von «Panta Rhei» – ein musikalischer Augenblick, der sich nicht fixieren lässt und gerade darin seine Kraft entfaltet.

 

Ein Moment des Innehaltens mitten im Strom des Lebens – ein Augenblick, ein Funke, ein Gefühl von Dankbarkeit für alles: für den zurückgelegten Weg, den noch offenen, und für die ganze Erfahrung dazwischen.

 

Das Projekt geht auf Michael Neff zurück und formierte sich im Rahmen seiner Carte Blanche beim Gambrinus Jazz Plus 2025. Im Umfeld der kultigen Einstein-Bar entstand eine erste, unmittelbare musikalische Begegnung, die sich ohne Umwege in eine gemeinsame Aufnahme übersetzte – Ausgangspunkt der nun vorliegenden Produktion.

 

Im Zentrum steht ein klassisch besetztes HardSextett mit markanter Frontline aus Trompete, Saxofon und Posaune. Die Besetzung öffnet den Raum für dichte Arrangements ebenso wie für solistische Verdichtung, ganz im Geist der 1960er-Jahre, ohne musealen Zugriff.

 

Das Repertoire verbindet Eigenkompositionen von Michael Neff, Elmar Frey und Peter Waters mit Referenzen an die Tradition von Benny Golson und Wayne Shorter.

 

Die im Rahmen des Projekts entstandene Aufnahme wird im Waaghaus getauft und als signierte CD direkt im Anschluss an das Konzert erhältlich sein.

 

Ein Abend zwischen Form und Freiheit, Struktur und Offenheit – und zugleich der letzte Abend im Waaghaus dieser Saison, der den Blick bereits öffnet auf das nächste Festival und seine kommende.

 

So. 23. August 2026, 11.00
OPERNGALA 2026 | WASSERWELTEN – QUELLEN DER LEIDENSCHAFT
Opern- und Konzertgala zum 150. Geburtstag von Manuel de Falla

 

Line-Up
Sopran – Gesang
Tenor – Gesang
Violine – Violine
Klavier – Klavier

 

KONZEPT
Wasserwelten – Quellen der Leidenschaft erweitert den klassischen Wasserbegriff zu einem musikalischen Kosmos aus Zeit, Erinnerung, Traum und Sehnsucht.

 

Im Zentrum steht Manuel de Falla und sein 150. Geburtstagsjahr – um ihn herum entfaltet sich ein europäischer Klangbogen von Dvořák, Schubert und Debussy bis Strauss, Rachmaninoff und den grossen spanischen Meistern Albéniz und Granados.

 

Wasser erscheint hier nicht nur als Naturbild, sondern als Bewegung von Erinnerung und Emotion: als Fluss der Zeit, als Spiegel der Sehnsucht, als Übergang zwischen Leben und Traum.

 

Die Violine übernimmt dabei eine verbindende Funktion – sie wird zur Stimme des Wassers selbst, die zwischen den Nummern reflektiert, kommentiert und weiterführt. Ergänzt durch kurze poetische Texte entsteht ein Abend, der Musik, Erzählung und Imagination verbindet.

 

Bereits 2025 wurde die Operngala im Waaghaus zu einem der ausverkauften Höhepunkte des Festivals. 2026 wird dieses Format weiterentwickelt – als Wasser- und Klangreise zwischen Oper, Lied, spanischer Musik und Jazzsensibilität, begleitet von Geschichten, Anekdoten und einer leichten kulinarischen Erweiterung im Zeichen von Aqua y Vino in Zusammenarbeit mit Amiata Bioweine.

 

Waaghaus wagt 2026 zeigt damit erneut, wie Klassik im Kontext von Ort, Zeit und Publikum neu erzählt werden kann – lebendig, sinnlich und gegenwärtig.

SO. 23. AUGUST 2026 | 13.00 UHR
TIERGESCHICHTE MIT MUSIK
AB 5 BIS 12 JAHRE

 

LINE-UP
Joséphine François – Schauspiel
Ilaria Sieber-Pedrotti – Violine
Maria Christina Flüge-Meier – Violoncello
Boris Knorpp – Licht
Jean-Baptiste François – Kostüm

 

PROGRAMM
Tiergeschichte mit Musik: ein Abenteuer – unzählige Klangfarben!
Mit viel Humor, Fantasie und Musik entführt das Ensemble ErzählArt Kinder und Erwachsene in eine zauberhafte Welt voller Neugier, Entdeckungen und Überraschungen. Gemeinsam mit der Erzählerin Joséphine François, der Geigerin Ilaria Sieber-Pedrotti und der Cellistin Maria Christina Flüge-Meier entsteht Geschichte, die berührt, zum Lachen bringt und die Vorstellungskraft beflügelt.

 

Im Zentrum steht der Urwald-Affe Dodo, der sich in ein rätselhaftes «Dingsbums» verliebt, dessen Klang ihn völlig in Bann zieht. Seine Begeisterung führt zu Konflikten mit seiner Umgebung, die den Lärm nicht versteht. Doch als er sein geliebtes Dingsbums verliert, beginnt eine neue, stille Suche nach dem, was wirklich zählt. Der Dodo lernt dabei, wie spannend die Welt sein kann, wenn man ihr mit offenen Augen und offenen Ohren begegnet.

 

Die Inszenierung verbindet Erzählung, angelehnt an «Kleiner Dodo, was spielst du?» und Musik zu einem lebendigen Bühnenraum, in dem Figuren, Klänge und Fantasie ineinanderfliessen. Die speziell ausgewählte und komponierte Musik begleitet und erweitert die Erzählung von Joséphine François und öffnet einen Zugang zwischen Sprache, Klang und Vorstellung.

 

Die Produktion des ErzählArt erhielt bereits in früheren Aufführungen grosses Echo beim Publikum und richtet sich gleichermassen an Kinder wie Erwachsene.

 

Zwischen Schauspiel, Erzählkunst und Live-Musik entsteht eine poetische Klanglandschaft, die grosse und kleine ZuhörerInnen gleichermassen in ihren Bann zieht.

 

Für Kinder ab 5 Jahren – und für alle Erwachsenen, die das Staunen nicht verlernt haben.

 

DAUER
50 MINUTEN

So. 23. August 2026, 15.00
Schweizer Volksmusik  um 1800
Tritonus

 

Line-up
Felicia Kraft – Gesang, Perkussion
Urs Klauser – Schweizer Sackpfeifen, Cister
Daniel Som – Drehleier, Schalmei, Flöten, Trümpi
Lea Zanola – Hackbrett, Trümpi (Maultrommel)
Andreas Cincera – Violone
Andrea Brunner – Violine, Viola d’amore
(Michaela Walder – Stellvertretung für Lea Zanola)

 

Programm
Schweizer Volksmusik um 1800 – Tritonus
2025 feiert das Ensemble Tritonus sein 40-jähriges Bestehen präsentiert sein neues Programm «UNE und OBE», das die Volksmusik der unteren und oberen Gesellschaftsschichten in der Schweiz am Ende des 18. Jahrhunderts bis etwa 1820 thematisiert. In bewährter Tritonus-Tradition sind wieder zahlreiche unveröffentlichte oder schwer zugängliche Musikstücke und Lieder zu hören – eigene Bearbeitungen und Kompositionen schaffen den Bezug zu unserer Zeit.

 

Die Musik widerspiegelt in ohrenfälliger Weise die Lebenswelten der Menschen in der vor- und nachrevolutionären Zeit, die unterschiedlicher nicht sein konnten. So wechseln sich etwa wohl- klingende Hausmusik und «höfisch» anmutende Tanzmusik aus einer Berner Handschrift von 1791 ab mit ergreifenden Balladen oder einem tieftraurigen Anti-Kriegslied aus der Napoleonzeit, das von Heimweh, Tod und Desertation berichtet. Andererseits beschwören Schäferidyllen und -Lieder eine heile Welt. Diese Musik, die im feudalen barocken Frankreich ihren Anfang nahm, fand in Jean-Jacques Rousseau einen prominenten Vertreter. Heute würde er wohl als «Influencer» bezeichnet, der in der Schweiz viele «Follower» hatte. Einige Lieder jener Zeit erzählen vom Schicksal der Frauen, die zum Opfer der Doppelmoral und patriarchalen Strukturen wurden, oder von der emanzipatorischen Kraft der Aufklärung, die auch in der Schweiz zunehmend an Boden gewann. Der damals schon europaweit bekannte Pädagoge Heinrich Pestalozzi kritisierte beispielsweise offen die damaligen gesellschaftlichen Herrschafts- strukturen und setzte sich für junge Frauen mit unehelich gezeugten Kindern ein, die – derart in die Enge getrieben – zu Kindsmörderinnen wurden.

 

Auch die Hungerjahre 1816/17 im Toggenburg und der Bergsturz in Goldau von 1806 werden in zeitgenössischen Volksliedern hautnah geschildert. Diese Ereignisse dürften den Zuhörerenden in unheimlicher Weise sehr aktuell vorkommen. Die Naturkatastrophen stehen als Metaphern für die grossen gesellschaftlichen Umwälzungen, welche im Übergang um 1800 das Zerfallen der alten Ordnung einläuteten und das UNTEN und OBEN zunehmend durcheinander wirbelten. Das ganze Programm ist in sieben Themenblöcke aufgeteilt, die jeweils durch ein «Ratzliedli» (Spott- / Necklied) mit dazu passenden Strophen eingeleitet werden. Eine spannende musikalische Reise, die das heimisch Vertraute wieder fremd klingen lässt!

So. 23. August 2026, 17.00
Phantasy-Quartett – Von Gezeiten und Jahreszeiten

 

Line-up
Rosemary Yiameos – Oboe
Elena Neff Zhunke – Violine
Elisabeth Kohler – Viola
Mariann Hercegh Dumitrescu – Violoncello
Misuka Kano – Klavier

 

Programm
August Klughardt: Schilflieder, fünf Fantasiestücke op. 28.
Frank Bridge: Phantasy für Klavierquartett fis-Moll.
Benjamin Britten: Phantasy Quartet op. 2.
Wolfgang Amadeus Mozart: Oboenquartett F-Dur KV 370

 

Pressetext
Kammermusik für Solo-Oboe und Streicher: Wie soll das gehen bei einer Instrumentenkombination, von der über das herrliche Oboenquartett von Mozart hinaus kaum viel bekannt ist, mögen Sie sich vielleicht fragen? Und wie das geht! Im 19. und 20. Jahrhundert sind einige weitere ausgezeichnete, heute aber weniger häufig gespielte Kammermusikwerke für Oboe entstanden – zwei der wichtigsten und schönsten können in diesem Konzert entdeckt werden.

 

Passend zum Titel «Phantasy-Quartett – Von Gezeiten und Jahreszeiten» zieht sich dabei ein Gedanke durch das Programm: Alles ist in Bewegung. Schon Felix Mendelssohn Bartholdy war von der Naturlyrik im Gedichtzyklus «Schilflieder» aus der Feder von Nikolaus Lenau angetan; und auch der deutsche Komponist August Klughardt vertonte die Liebesgedichte Lenaus. Anstelle der menschlichen Stimme wie in Mendelssohns Liedern singt bei Klughardt die solistische Oboe gemeinsam mit Viola und Klavier. Die Musik zeichnet poetische Bilder von Wasser, Wind und Schilf – Klanglandschaften zwischen Gezeiten und Jahreszeiten.

 

Die zweite Entdeckung dieses Programms ist Benjamin Brittens titelgebendes «Phantasy Quartet» für Oboe, Violine, Viola und Violoncello von 1932. Mit diesem Quartett erwies Britten nicht zuletzt seinem Lehrer und Landsmann Frank Bridge seine Ehre, der mehrere Fantasien für Kammermusikbesetzungen komponiert hatte, darunter die «Phantasy» für Klavierquartett fis-Moll aus dem Jahr 1910. Gemeinsam mit Mozarts berühmtem Oboenquartett in F-Dur KV 370 entfaltet sich ein abwechslungsreiches Programm voller Fantasie, Klangfarben und musikalischer Erzählkraft. Fünf Musikerinnen, angeführt von der Solo-Oboistin des Sinfonieorchesters St. Gallen Rosemary Yiameos, laden zu einer musikalischen Reise zwischen Naturlyrik, Fantasie und Klangpoesie ein.

SAMSTAG, 22. AUGUST 2026 | 19.00 UHR
NARA – ERZÄHL!
Improvisations-Theater / Interaktives Playback Theatre

 

ENSEMBLE
Boglárka Horváth – Schauspiel
Joséphine François – Schauspiel
Katharina Schmidt – Schauspiel
Nicola Graf – Schauspiel
Andi Bissig – Musik, Geräusche, Klangräume

 

PRESSETEXT
«Durch das Erzählen der eigenen Geschichte findet man zur Identität, findet man seinen Platz in der Welt.» (Jo Salas, Mitbegründerin des Playback Theaters)

 

Das Erzählen von Geschichten gehört zur Grundstruktur des menschlichen Denkens. Geschichten werden gebraucht – für unser seelisches Gleichgewicht ebenso wie für unser Verständnis der Welt und unseres eigenen Platzes darin.

 

Der Mensch sucht seine Geschichten überall: im Kino, in Romanen, in Zeitungen, in Gesprächen – und im Theater. Denn Geschichten zu erzählen, Geschichten zu schenken, ist das, was Theater kann und was Theater macht. Besonders im Playback Theater wird dieser Grundgedanke unmittelbar lebendig. Auf diesem Prinzip basiert NARA – ERZÄHL!

 

Das Publikum ist dabei zentraler Ausgangspunkt des Abends: Es bringt seine Geschichten mit, erzählt sie im Moment – und wird dadurch zum Ursprung des Geschehens. Die Schauspielerinnen nehmen diese Erzählungen auf und verwandeln sie unmittelbar auf der Bühne in lebendige Szenen. So entsteht ein Theater, das aus dem Publikum, das Zuschauer bleibt, heraus entsteht und im Spiel auf der Bühne Gestalt annimmt.

 

Andi Bissig erweitert diesen Raum um eine weitere Ebene: mit Musik, Geräuschen und Klanglandschaften, dort wo Worte an ihre Grenze kommen. Er übersetzt Atmosphären, innere Zustände und Gedanken in Klang – und öffnet damit einen Raum jenseits der Sprache.

 

NARA – ERZÄHL! entwickelt im Laufe der Produktionszeit eine eigene Form, ein eigenes Format des Playback Theaters und erforscht, wie aus persönlichen Geschichten im kreativen Spiel etwas sichtbar werden kann, das über das Individuelle hinausweist.

 

Wie kann man dem gelebten Leben einen Raum geben?
Wie kann aus dem Rohmaterial von Erfahrungen etwas Künstlerisches entstehen?
Wie wird aus Erinnerung Theater?

 

Diese Fragen begleiten das Ensemble bereits seit früheren Arbeiten, unter anderem in «Susto – Das Beben der Welt» (Premiere St. Gallen 2023), und werden hier weitergeführt – als Suche nach einer unmittelbaren, lebendigen Form des Theaters.

SONNTAG, 23. AUGUST 2026 | 21.00 UHR
SWEET HARMONY
voices · jazz · mantra · folk

 

LINE-UP
Kateryna Purtseladze – Stimme
Pavlo Ignatiev – Klavier

 

PROGRAMM
Jazz, ukrainische Folklore, Mantra-Gesang und freie Improvisationen

 

PRESS TEXT
Sweet Harmony ist eine musikalische Reise zwischen Jazz, ukrainischer Folklore, Mantra-Gesang und freier Improvisation.

 

Im Geist von Panta Rhei – Alles fliesst bewegt sich die Musik wie Wasser durch unterschiedliche Klangwelten – mal ruhig und meditativ, mal lebendig und voller Energie. Traditionelle Melodien begegnen spontanen Improvisationen, spirituelle Gesänge verbinden sich mit der Freiheit des Jazz.

 

Die aus Kyjiw stammenden Musiker:innen Kateryna Purtseladze und Pavlo Ignatiev leben seit 2022 in der Schweiz, heute zwischen Basel und Zürich. Beide bringen die reiche musikalische Tradition ihrer Heimat mit und verbinden sie mit Einflüssen aus Jazz, improvisierter Musik und zeitgenössischen Klangwelten.

 

Die warme, ausdrucksstarke Stimme von Kateryna Purtseladze und das poetische Klavierspiel von Pavlo Ignatiev schaffen einen Raum der Ruhe, Inspiration und inneren Harmonie. Feinste Nuancen wechseln sich mit kraftvollen musikalischen Bögen ab und laden das Publikum ein, ganz in den Moment einzutauchen.

 

Sweet Harmony ist ein Konzert zum Zuhören, Fühlen und Loslassen – getragen von der Kraft des Klanges, der Bewegung des Wassers und der verbindenden Wirkung der Musik.

«Love is the answer» – zwei Ströme eine Welle! An diesem Konzert begegnen sich zwei Soloprojekte mit Herz! Georgios Mikirozis (Percussion, Stimme) & Agnieszka Gorgon (Stimme, Keys) präsentieren je einen Ausschnitt ihres Soloprogramms. Als musikalischen Leckerbissen surfen die beiden MusikerInnen auch noch auf einer gemeinsamen musikalischen Welle – Groove & Soul pur!

 

Agnieszka Gorgon – Solo «Eigenartiger Pop» Bei ihren solo Konzerten überrascht AGNIESZKA GORGON das Publikum immer wieder aufs Neue – und zuweilen auch sich selbst. Live begleitet sich die Sängerin selbst am Klavier und erweitert die Pianoklänge mit Synthesizern, Stumping-Box und auch der Kalimba. Es entsteht «eigenartiger Pop», welcher sich irgendwo zwischen Soul, Pop & House bewegt. Im September 2024 veröffentlichte Agnieszka Gorgon auf Bandcamp ihre Single «Love ist the answer», gefolgt von《Dreaming of you》im August 2025. Mit diesen musikalischen Neuheiten eröffnet die Musikerin ihren nächsten kreativen Zyklus und lädt ein in beseelte und minimale Klangwelten. https://www.agnieszkagorgon.com/

 

Georgios Mikirozis – Solo «Ambient Percussion » Seit 2024 präsentiert Georgios ein konzertantes Soloprogramm, in dem er „alte“ Liebschaften mit neu entdeckten Klängen zu einzigartigen Sets und Spielweisen verbindet. Seine Fähigkeit, verschiedene musikalische Einflüsse zu kombinieren und neu zu interpretieren, macht ihn zu einem herausragenden Künstler in der heutigen Musikszene https://www.georgiosmikirozis.com

MONTAG, 24. AUGUST 2026 | 20.00 UHR
BALLADS & MORE – ESPAÑA
jazz quartet meets string quartet

 

LINE-UP
Elena Neff Zhunke – Violine
Gregory Gates – Violine
Ricardo Gaspar – Viola
Mathias Johansen – Cello
Markus Bischof – Piano, Komposition
Ralph Hufenus – Kontrabass
Mario Söldi – Schlagzeug
Michael Neff – Trompete, Komposition

 

PROGRAMM
Werke und Arrangements von Manuel de Falla, Maurice Ravel, Chick Corea, Michael Neff und Markus Bischof inspiriert von spanischer Klangwelt und dem Meer

 

PRESS TEXT
Den letzten Abend widmen wir namhaften Jazzmusiker:innen der Ostschweiz und Musiker:innen des Sinfonieorchesters St. Gallen. In ihrem Projekt verschmelzen sie die expressive Kraft des Jazz mit der vieldimensionalen Transparenz der Kammermusik.

 

«Ballads & More» wird als eine Reise durch die Gefühlswelt beschrieben – eine Mischung aus Balladen, die berühren, und vielfältigen Melodien, die die Sinne verzaubern. Das Projekt sucht eine Balance zwischen lyrischer Klangsprache und improvisatorischer Energie.

 

Zwei Quartette – ein klassisches Streichquartett und ein Jazzquartett in klassischer Besetzung mit Trompete, Klavier, Bass und Schlagzeug – treten hier als gemeinsames Oktett auf: nicht als zwei getrennte Welten, sondern als ein atmendes Ensemble.

 

Diese Verbindung, das Auflösen von Gegensätzen und das Überschreiten stilistischer Grenzen prägt die künstlerische Haltung von Michael Neff seit jeher. Sphärische Streicherflächen treffen auf groovende Improvisationen, verästeln sich, reagieren aufeinander und formen ein neues Ganzes: BALLADS & MORE.

 

Inspiriert von Manuel de Falla, der impressionistischen Farbigkeit Maurice Ravels, der rhythmischen Freiheit Chick Coreas sowie neuen Kompositionen von Michael Neff und Markus Bischof, entwickelt sich ein Abend zwischen Tradition und Gegenwart.

 

BALLADS & MORE versteht sich als fortlaufende Suche nach Balance: zwischen Form und Freiheit, Struktur und Risiko, Schreiben und Spielen.

 

Die Formatio eröffnete das erste Festival Waaghaus wagt 2025 und kehrt nun für die zweite Edition als Abschlusskonzert zurück – erweitert, vertieft und neu befragt – und gibt zugleich einen Ausblick und eine Spannung auf 2027.

MONTAG, 24. AUGUST 2026 | 21.30 UHR
THE ROBOTS – FLOW&BEATS

 

Line-up
Urs Baumgartner – Keys, Electronics
Carlo Lorenzi – Drums
Marc Jenny – Bass

 

Festival-Abschluss
Afterparty

 

Programm
THE ROBOTS zelebrieren «improvised electronic dancemusic» – kompromisslos, hemmungslos, doch keinesfalls anspruchslos. Improvisierte Live-Sessions mit Keys, Bass, Schlagzeug und einer Vielzahl elektronischer Klangquellen verschmelzen zu einem vernetzten Gesamtorganismus. Experimentelle Elektronik, Improvisation, Conducting-Concepts und jede Menge Groove treffen auf Sounds from Outerspace und konsequenten Four-on-the-Floor. Angelegt als ständige Entwicklung und immer überraschend entsteht Musik vollständig aus dem Moment heraus: eng, roh, direkt und voller Energie. Da gibt es nichts mehr zu diskutieren. THE ROBOTS robotern – und THE CROWD tanzt und schwitzt mit. THE ROBOTS sind ein Restrisiko für die Dancefloors dieser Welt. Oder wie O.K. Jonson, der grosse Basspapst, immer sagt: «geilgeilgeil».

Tickets bald erhältlich

WAAGHAUS WAGT 2026 – PANTA RHEI
FESTIVAL DER KÜNSTE IM SOMMER | 17. – 24. AUGUST 2026 | ST. GALLEN

Nach dem viel beachteten Start der ersten Ausgabe 2025 – begleitet von positiver Resonanz im St. Galler Tagblatt, auf St.Gallen24 sowie im Radio – kehrt Waaghaus wagt 2026 als erweitertes, vertieftes und künstlerisch nochmals verdichtetes Sommerfestival in die Mitte der Stadt zurück. Was 2025 als mutiges Pilotprojekt begann, hat sich in kurzer Zeit als neuer kultureller Fixpunkt in St. Gallen etabliert: ein offener, lebendiger Raum für Musik, Theater, Tanz und interdisziplinäre Kunst im historischen Waaghaus von 1584. 2026 setzt das Festival diesen Weg konsequent fort – unter dem Leitgedanken:

 

Panta Rhei – Alles fliesst
Während einer Woche entstehen 25 Veranstaltungen, die das Waaghaus in einen kontinuierlichen künstlerischen Strom verwandeln: von Klassik über Jazz, Oper, Tango, Klezmer und Filmmusik bis zu Elektronik, Performance und experimentellen Formaten.
Im Zentrum steht nicht das Genre, sondern die Bewegung dazwischen – das Übergängige, das Offene, das Unvorhersehbare.

Ein Festival zwischen Musik, Theater und Performance. Waaghaus wagt 2026 erweitert seinen Fokus deutlich in den performativen Bereich:

  • Theaterproduktionen in Kooperation mit der Kellerbühne St. Gallen
  • Improvisationstheater, das Publikumsgeschichten in Echtzeit in Szene und Musik übersetzt
  • Flamenco-Abende mit internationalen KünstlerInnen aus Spanien
  • Tanz- und Performanceformate zwischen Körper, Klang und Raum
  • Kinder- und Familienkonzerte im Stadtpark unter dem Lindenbaum
  • Workshops: MalLabor, TheaterLabor, StimmWerkstatt

Das Waaghaus wird damit nicht nur Bühne, sondern Produktions- und Erfahrungsraum zugleich.

 

150 Jahre Manuel de Falla – Spanien als klanglicher Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf Spanien und dem 150. Geburtstag von Manuel de Falla. Seine Musik verbindet Volkskultur, rhythmische Energie und europäische Moderne – und prägte Komponisten wie Ravel und Debussy nachhaltig. Im Festival wird dieses Erbe in unterschiedlichsten Formen hörbar: in Kammermusik, Tanz, Opernästhetik und zeitgenössischen Interpretationen spanischer Klangtraditionen.

 

KünstlerInnen aus Europa – lokal verankert
Rund 100 KünstlerInnen aus der Schweiz und ganz Europa gestalten das Festival: aus Berlin, Paris, Barcelona, Lissabon, Wien, Kyiv, ebenso wie aus Bern, Basel, Lugano, Appenzell, Chur und St. Gallen. Trompete, Gitarre, Stimme und Klavier bilden wiederkehrende Linien durch das Programm – ergänzt durch neue Ensemblekonstellationen und spartenübergreifende Projekte.

 

Rauminstallation & Atmosphäre
Das Waaghaus selbst wird Teil der Inszenierung: Im Obergeschoss entsteht eine Installation aus Wasser, Licht und textilen Materialien im spanischen Farbraum – entwickelt in Zusammenarbeit mit Forster Rohner, Yeoon, Pfefferbeere und Lena‘s Stube. Licht- und Tontechnik formen dabei nicht nur Atmosphäre, sondern werden selbst Teil der dramaturgischen Erzählung jedes Abends.

 

Ein Festival im Werden – und ein gemeinsames Projekt
Waaghaus wagt 2026 ist kein abgeschlossenes Format, sondern ein Prozess. Ein Ort, an dem Kunstformen, Publikum und Stadt in einen gemeinsamen Fluss treten. Damit dieses Projekt weiter wachsen kann, braucht es auch ein wachsendes Bewusstsein für seine Unterstützung: durch Publikum, durch Interesse, durch Weitererzählen – und durch jene, die bereit sind, diesen neuen Kulturraum aktiv mitzutragen. Denn Waaghaus wagt entsteht nicht hinter verschlossenen Türen, sondern mitten in der Stadt – und nur dort, wo Menschen kommen, hören, sehen und sich einlassen.

 

 

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hi@waaghaus-wagt.ch

 

Ihre Elena Neff Zhunke,
Präsidentin des gemeinnützigen
Vereins Sinfonietta Sankt Gallen
und das Kreativ-Komitee aus
SchauspielerInnen, TänzerInnen
und anderen Kulturschaffenden
aus der Schweiz und dem Ausland.

Georgios Mikirozis
Urs Baumgartner
Marc Jenny
Marc Jenny
Marc Girard Garcia
Pauline Chenais
Elena Neff Zhunke
Raissa Zhunke
Gabriela Krapf
Gabriela Krapf & Marc Jenny
Yves Theiler
Reto Suhner
Luca Sisera
Elmar Frey
Andreas Tschopp
Marc Jenny
Gabriela Krapf
Group
MICHAEL NEFF · JOSQUIN ROSSET
Pavlo Ignatiev
Kateryna Purtseladze
Pavlo Ignatiev
Kateryna Purtseladze
Pavlo Ignatiev
Carolin Eychmüller
Ariel Lima
Mattea Anderes
Marlies Schmid
MICHAEL NEFF · JOSQUIN ROSSET
Josquin Rosset
Michael Neff
Eröffnung Waaghaus wagt 2025
Brian Quinn
Simon Quinn
Gregor Ftičar
Gabriel Rosenbach
Jonas Friese
Gabriel Rosenbach
Peter-Philipp Röhm
Gabriel Rosenbach
Pelle Buschmann
Mario Söldi
Michael Neff
Greg Gates
Elena Neff Zhunke
Raissa Zhunke
Ralph Hufenus
Bettina Castaño
Nevena Rouben
Fernando Gomes
Mauricio Díaz Álvarez
AGNIESZKA GORGON
Maria Flüge
Ilaria Sieber-Pedrotti & Maria Flüge
Joséphine François
Maria Flüge
Carlo Lorenzi
DUO ZHUNKE
ELENA NEFF ZHUNKE
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